Die 10jährige Sarah wird im Sommer 1942 zusammen mit ihren Eltern von
der französischen Polizei deportiert. Nach Tagen der Angst gelingt ihr
die Flucht. Sie ist getrieben von dem Wunsch, ihren kleinen Bruder zu
retten, den sie zu Hause in einem Wandschrank versteckt hat. Sechzig
Jahre später: Julia (Kristin Scott Thomas), eine amerikanische
Journalistin, die mit ihrem französischen Mann in Paris lebt, entdeckt,
dass die Familie ihres Mannes jahrzehntelang in einer Wohnung gelebt
hat, die vor 1942 Juden gehörte. Schockiert begibt sie sich auf die
Suche nach der jüdischen Familie.
„Die Story erkundet auch die
Bereiche, denen sich nur wenige
Filme widmen, nicht zuletzt das
Verhalten normaler Menschen
während der Deportationen - ohne sie
in Kollaborateure und
Kämpfer der Resistance zu unterteilen. Die
schweigende Mehrheit
verschloss die Augen und versuchte die
eigene Haut zu retten – wie
die Familie Tezac, die aus
juristischer Sichtweise keinen Fehler
gemacht hat und sich daher
keiner Schuld bewusst ist. Oder die
Dufaures, die mehr oder
weniger gegen ihren Willen zu Helden
werden. Der Film malt kein
Gut-gegen-Böse Szenario an die Wand
– er zeigt die Fakten und
gleichzeitig die Konsequenzen für
zukünftige Generationen und ist
meilenweit entfernt von den
üblichen Verkürzungen und
Vereinfachungen.“ Gilles Paquet-Brenner
„Sarahs Schlüssel zeigt, was
die Ereignisse von damals für die Gegenwart bedeuten. Das macht ihn
nachhaltiger als es jede vermeintliche historische Authentizität
vermocht hätte.“ Miriam Hollstein