Daratt
Die
Regierung in Tschad erlässt eine Amnestie für Kriegsverbrechen, die im
Bürgerkrieg begangen worden sind. Der Großvater des 16-jährigen Atim
ist damit nicht einverstanden und gibt seinem Enkel eine Waffe, um die
Ermordung seines Vaters zu rächen. Atim
findet auch bald den
Mörder, arbeitet in dessen Bäckerei mit und langsam entwickelt sich
eine Beziehung, die die ursprünglichen Pläne zu durchkreuzen scheint.
Dabei ist das Subjekt seiner Rache nicht einmal eine durch und durch
sympatische Figur, aber sie wird für Atim zunehmend wichtiger -
geradezu ein Vaterersatz.
„Daratt evoziert in eindringlichen
Sequenzen einen Kreislauf aus Gewalt und ungesühnter Schuld, der keinen
Ausweg zu kennen scheint. Am Ende jedoch gelangt der Film zu einer der
überraschendsten Auflösungen, die ich seit langem gesehen habe: In ein
und derselben Geste stecken sowohl Rache als auch Versöhnung.“ Cristina
Nord
Der Film erhielt bei Filmfestspielen in Venedig den Großen Spezialpreis der Jury.
Tschad/Frankreich 2006
O.m.U., 95 Min.
R.+B. Mahamat-saleh Haroun
Musik: Wasis Diop
D. Ali Bacha Barkai,
Youssouf Djaoro,
Aziza Hisseine
Verleihwebseite