Albert
Nobbs arbeitet als Kellner in dem Nobel-Hotel im Dublin des 19.
Jahrhunderts. Hinter der Fassade des introvertierten, hart arbeitenden
und sparsamen Mannes steckt in Wirklichkeit eine Frau, die in dem
Rollenwechsel ihre einzige Chance sieht, ohne Familie und Ehemann zu
überleben. Der soziale Kontrast zwischen den Bediensteten und den sehr
reichen Hotelgästen ist enorm. Nobbs träumt von Unabhängigkeit und will
von seinem mühsam ersparten Geld ein Tabakgeschäft eröffnen. Am besten
nicht allein.
„Da Nobbs das Zimmermädchen Helen (Mia Wasikowska)
gefällt, beginnt er langsam, sie zu umwerben. Nobbs macht das ganz auf
seine Art – für ihn scheint die Wahl der Partnerin eher
Businessan- gelegenheit als romantisches Liebesgeplänkel zu sein. So
stellt er sich ganz rationale Fragen wie etwa, ob man vor oder nach der
Hochzeit sagen sollte, dass man eine Frau ist? Jeder Cent, den er für
Helen ausgibt, notiert er fein säuberlich in einem Heftchen und
überschlägt, wie viel es ihn wohl kosten wird, bis sie einer Heirat
zustimmt. Helen ihrerseits hat jedoch nur Augen für Joe Mackins (Aaron
Johnson), mit dem sie nach Amerika auswandern will...
Glenn Close
spielt Albert Nobbs so authentisch, dass man beinahe vergisst, dass
Nobbs kein Mann, sondern eine Frau ist. Unglaublich ist etwa eine
Szene, in der Nobbs und Hubert in Frauenkleidern durch die Straße
spazieren. Die Beiden wirken in diesem Moment mit ihrer steifen Gangart
so wenig fraulich und doch so männlich.“ kino-zeit.de
Für alle
Downton Abbey-Süchigen eine Möglichkeit sich von der Wartezeit bis zur
nächsten Staffel abzulenken.